Definition
Implizite Volatilität (IV) ist die Markterwartung künftiger Kursschwankungen, extrahiert aus Optionspreisen mittels Optionsbewertungsmodellen. Höhere IV bedeutet teurere Optionen, da größere erwartete Bewegungen die Wahrscheinlichkeit profitabler Ausübung erhöhen. IV steigt vor Ereignissen wie Quartalszahlen oder regulatorischen Entscheidungen und fällt danach typischerweise ('IV Crush'). Der VIX-Index misst die implizite Volatilität des S&P 500. Optionshändler vergleichen IV mit historischer Volatilität, um über- oder unterbewertete Optionen zu identifizieren.
Beispiel
Eine Aktie handelt bei 100 Dollar mit 30% historischer Volatilität. Vor den Quartalszahlen steigt die implizite Volatilität auf 50%, da Trader große Kursbewegungen erwarten. Nach den Zahlen, unabhängig vom Ergebnis, fällt IV auf 25% zurück. Ein Optionsverkäufer, der vor den Zahlen verkaufte, profitiert vom IV-Rückgang.
FAQ
Was ist Implizite Volatilität?
Die vom Markt erwartete zukünftige Kursvolatilität, abgeleitet aus Optionspreisen.
Warum ist Implizite Volatilität wichtig?
Implizite Volatilität hilft Anlegern, options zu bewerten und fundiertere Entscheidungen zu treffen.