Definition
Hochzinsanleihen, auch 'Junk Bonds' genannt, haben Ratings von BB+ oder niedriger (S&P) bzw. Ba1 oder niedriger (Moody's). Sie bieten höhere Zinsen als Investment-Grade-Anleihen, um das erhöhte Ausfallrisiko zu kompensieren. Emittenten sind oft Unternehmen mit hoher Verschuldung, schwachen Bilanzen oder in zyklischen Branchen. Hochzinsanleihen verhalten sich teilweise wie Aktien und fallen in Rezessionen stärker als sichere Anleihen. Der Spread zwischen Hochzins- und Staatsanleihen ist ein wichtiger Risikoindikator - steigende Spreads signalisieren wachsende Risikoaversion.
Beispiel
Ein Telekommunikationsunternehmen mit hohen Schulden emittiert eine 5-jährige Anleihe mit 8% Kupon, während vergleichbare Investment-Grade-Anleihen 4% zahlen. Der 4-Prozentpunkte-Aufschlag kompensiert das Ausfallrisiko. In einer Rezession könnten Anleger befürchten, dass das Unternehmen Zinszahlungen nicht leisten kann, und der Anleihekurs fällt stark.
FAQ
Was ist Hochzinsanleihe?
Eine Anleihe mit Rating unter Investment Grade, die wegen höheren Risikos höhere Renditen bietet.
Warum ist Hochzinsanleihe wichtig?
Hochzinsanleihe hilft Anlegern, fixed income zu bewerten und fundiertere Entscheidungen zu treffen.